An seinem westlichen Teil teilt sich der Bodensee in 3 Finger , die tief ins Land reichen. Der südliche Finger ist der Seerhein , aus dem beim mittelalterlichen Städtchen Stein der Rhein seinen Weg in die Nordsee nimmt. Der mittlere , größte Finger ist der Gnadensee mit den Halbinseln Höri und der Mettnau und der nördliche Finger ist der tiefe Überlinger See. Zwischen diese zerklüfteten Uferlinen schmiegt sich der Hegau ein. Geprägt wird die Landschaft durch viele steile , eigenwillig geformte Bergkegel , alle gekrönt durch romantische Reste alter Burgen. Sie entstammen einer stürmischen Phase der Erdgeschichte , als vor ca. 9 Millionen Jahren im Tertiär das Erdinnere in vulkanischen Eruptionen gewaltige Gesteinsmengen ausstieß. Die Gletscher der folgenden Eiszeiten baggerten die Senke des Bodensees aus und legten gleichzeitig die Vulkanschlote der Hegauberge in bizarren Formen frei. So erhielt jeder Berg eine charakteristische Form , sei es der zweigipflige Hohenstoffel , der schartige Hohenkrähen oder der mächtige Hohentwiel. Dazwischen gruben die abfließenden Wasser beim Rückgang des Eises die heutigen idyllischen Flußtäler.
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